Physician Assistant Profession

ins Blatt hineingeschoben haben. So standen zwei Zeichnungen auf dem Papier wie Einblendungen im Film.«
Eigenbeurteilung des Versuchs
»Nach einer halben Stunde als erstes Anzeichen farbige Kontur der Gegenstände am Rand des Gesichtsfeldes. Dann schien sich alles zu verdunkeln - wie im Schatten liegend. Zugleich Gefühl der Trunkenheit, nur klarer. Flerr Dr. Hartmann schien in die Wand zurückzuweichen, das Gesicht in Bewegung, mit verwischter Kontur; dunkelgrüne und rote Flecken flössen ein, der Schrank blieb annähernd wie gewohnt, verjüngce sich aber nach oben.
Die Dunkelheit über und neben der Türfüllung trat kraß hervor. Von nun an befiel mich eine grauenhafte Angst. Spürte, daß ich zitterte; es war nicht zu unterdrücken. In der zweiten Zeichnung, noch normal begonnen, traten die Einzelformen, die ich gerade zeichnete, stark hervor, während das übrige ver­sank. Der Zusammenhang, die Komposition verschwand, der Strich wurde mechanisch, mühsam, sehr grob (die Grobheit des Strichs kam mir in wieder­kehrenden Momenten der Konzentration zu Bewußtsein); ich versuchte mög­lichst fein zu schraffieren, hatte aber sofort den Ansatzpunkt vergessen. Verlor langsam das Zeitgefühl, versuchte mich vergeblich an der Zahl der fertigen Zeichnungen zu orientieren. Die Musik (indisch, dann Jazz - New Orleans) begann laut und aggressiv zu werden. Schwankungen in der Tonhöhe wurden besonders stark empfunden (wie ein Jaulen), zugleich Zunahme der anderen Geräusche (Kratzen des Radiergummis, Papierrascheln, Räuspern, Schnaufen - alles mit Echoeffekten, bedeutungsvolles Gurren der Tauben vor dem Fenster). Ich verstand die Fragen, konnte aber nicht oder nicht vollständig antworten, da eine abgleitende Verschiebung den begonnenen Gedanken abschnitt. Meine Hände schienen violett-grün, die Finger knochig-dünn. Das Bewußtsein fing an zu rotieren. Schnell wechselndes Fallen aus einer Art Traumzustand in den nächsten; ich konnte mir nicht klar machen, warum ich hier saß, was ich tun wollte und wozu, dachte manchmal, ich wäre noch zu Hause, hatte das Gefühl, zu versagen, da nicht das Zeichnen wichtig wurde, sondern der fortwährende Versuch, mich zu orientieren und aufzuwachen. Die Fragen wurden als Ver­höhnung und feindliche Beeinflussung empfunden, unterstützt durch den An­blick der deformierten Gesichter; ich fürchtete, hypnotisiert zu werden, hatte den Eindruck einer direkt hinter mir stehenden Person, konnte den Wechsel der Personen im Raum nicht mehr registrieren. Off war es, als gingen markante rhythmische Stellen der Musik (Bousouki) in die Bewegung der zeichnenden Hand über (gleichzeitiges farbiges Aufblitzen), die dann eine gestrichelte Linie zog. Ich begann mit Farbstiften zu zeichnen, und meine Lust zu arbeiten nahm zu. Eine große Erleichterung überkam mich. Ich sah auf dem Weiß des Papiers leuchtende Farben, gesteigert durch bereits vorhandene Farbsttiche. Diese Stei­gerung der Empfindung ließ sich jetzt durch den Willen beeinflussen. Der Nor­malzustand schien sofort wiederhergestellt zu sein, sobald ich mich unterhielt und von dem Blatt abwandte.«
Manfred Garstka zwei Jahre nach dem Versuch
»Im Laufe der letzten zwei Jahre hat sich in meiner Arbeit und meiner Konzeption manches geändert, doch so off ich versuche, über die Auswirkung der Droge auf die weitere Produktion konkrete Angaben zu machen, scheint mir das Wesentliche nicht faßbar zu sein. Äußerlich sichtbar ist seitdem eine stärkere Hinwendung zur Farbe, die Vorliebe für eine expressive Pinselführung. Das trifft jedoch nicht den Kern. Ich bin auch dem Inhaltlichen meiner Darstellung näher als bisher; selbst die früheren Arbei­ten haben für mich an Realität gewonnen. Was vorher geahnte Möglichkeit war, wurde im Rausch grauenhafte Wirklichkeit, was spielerisches Auswechseln von Formteilen war, wurde konkrete Abbildung. Hauptbestandteil meines LSD-Erlebnisses war die Furcht, das Ichbewußtsein zu verlieren und keine Möglichkeit zu haben, meinen Zu­stand zu kontrollieren. Alle wahrgenommenen Veränderungen waren furchterregend: die zerfließenden Konturen des Raumes und der Anwesenden sowie die alles überflu­tenden Farben. Die Bewältigung dieses Erlebnisses wirkte sich jedoch äußerst stimu­lierend auf meine weitere Arbeit aus. Ich hatte schon in der Phase des abklingenden Rausches eine Fülle von Bildvorstellungen. Noch lange danach schien die Arbeit wie von selbst zu laufen. Ich habe mich später auch theoretisch mit dem psychopathologi- schen Phänomen des Rausches beschäftigt und auf diese Weise versucht, die Angst zu rationalisieren.«
Z usammenfassung
Der depressive Verlauf des Versuchs von Garstka fand entsprechenden Ausdruck in den Zeichnungen. Nicht die Inhalte veränderten sich - das hätte emotionale Beweglich­keit vorausgesetzt, wäre also der Starre des Psychotischen entgegengesetzt gewesen -, sondern die Darstellungsweise isolierte sich. Die Linien standen allein, die Konturen wurden unelastisch, unpersönlich und unsensibel. Das verbindende Zwischen-Grau dickte ein, das Körperhafte wurde nicht mehr von Schatten modelliert. Maskenhaftes ersetzte Mimisches.
Das gleißende, funkensprühende Reiben körperlicher Figurationen verkalkte unter LSD zu spannungslosen, gegeneinander stehenden Blöcken. Eine allseitige Beklemmung lähmte Initiative und Abwehr, wobei das Zeichnen als der letzte Halt vor dem Ab­sinken erschien. Die Vergangenheit wirkte wie eine Ewigkeit, die Zukunft wie abge­schnitten. In diesem gleichmäßigen Rotieren klammerte sich der Proband fest an die Malerei - so konnte er offenbar der Gefahr eines tieferen Hineingleitens in die Depres­sion entgegentreten: »Auf dieser Reise habe ich jede Angst, jede Bedrohung und jedes Vernichtungsgefühl erlebt und durchlitten.« Diese verständliche Tendenz der Ver­suchsperson, ihre psychisch-künstlerische Ausgangsposition und die Phänomene des LSD-Erlebnisses zueinander in Beziehung zu setzen, wird hier noch besonders evoziert durch die für Halluzinogene typische Tendenz, das subjektiv als wahrhaftig Erlebte auch als objektiv wahrhaftig anzusehen. Es besteht die Neigung, die LSD-Phänomene nachträglich mit vermuteten Anlagen in der eigenen Persönlichkeit zu erklären: ». . . existentielle und metaphysische Bedrohung — bisher erahnt und unbewußt gestal­tet - wurde nun erlebte Wirklichkeit.« Demgegenüber muß festgehalten werden, daß die Droge keine objektiven Wahrheiten vermittelt. Nach alledem sei Garstka ein Lichtblick vergönnt, der sich besonders gegen Ende des Versuchs bemerk­bar machte und bis heute nachwirkt: »Die erlebte Farbigkeit«. Wie er mir kurz nach dem Versuch erzählte, trug er sich schon einige Zeit mit dem Gedanken, seine düstere Palette aufzuhellen. Der LSD-Versuch gab den willkommenen Anstoß: die düsteren Ängste wurden zur grell beleuchteten Szene. Mag der Wandel der Farben auch nicht ganz unvorbereitet, die neue Skala schon vorgebildet gewesen sein: Jene für Garstka aufwühlenden Ereignisse haben in diesem Fall eine neue bildnerische Gestaltungsweise ausgelöst.
19 Lothar Fischer

Geb. 1933 in GermersheimfPalz, nach dem Abitur von 1952-38 an der Akade­mie der bildenden Künste in München (seit 1953 bei Prof. H. Kirchner), 1957158 Grün­dung der Gruppe Spur, 1959 Rom-Sti­pendium, 1961 Villa Massimo, Rom, seit 1963 Mitglied des Deutschen Künstler­bundes, Berlin. Fischer lebt (seit 1958) als freischaffender Bildhauer in München.
Lothar Fischers Formgedanken
»Die neueren Arbeiten Fischers zeigen, daß es ihn drängt, sein Material beim Zuberei­ten als offenes Gehäuse einsehbar zu machen und nicht nach der Formel ‘Skulptur hat Masse und verdrängt den Raum’ zu verfahren. Es sollte kaum schwerfallen, eine Ver­bindung von den aufgerissenen Bronzekörpern am Ende der fünfziger Jahre zu den Höhlungen und kernlosen Tongebilden aus jüngster Zeit herzustellen. Die Tendenz, kein abgegrenztes Volumen vorzuspiegeln, ist an den Arbeiten beider Schaffenspha­sen abzulesen, sie wird neuerdings sogar durch Titel betont, wie etwa Uniformtorso oder Liegende Hülle mit Gürteh. Es handelt sich um klarer gefaßte, weniger auf­wendige Varianten der für diesen Plastiker schon 194665 aktuellen Schalenkompo­sition. Damit hat sich Fischer offenbar wieder auf einen ihn mehr als andere Bildhauer charakterisierenden Ausdruck besonnen. Daß er nach gewissen Bemühungen, sich zeit­genössischen Mustern anzugleichen, jetzt auf modisch inspirierte Thesen zu verzichten scheint, müßte seine Konzeption stärken und seinem Giuvre eine seit langem vorberei­tete selbständige Kontur geben. Er hat es insofern schwer gehabt, sich zu entfalten, als er mit seinen dynamischen Visionen von Tier und Mensch recht früh Ruhm gewann. Nichts ist gefährlicher, als sich mitten im Entwicklungsprozeß auf ein Stilprinzip fest­gelegt zu sehen. Diese Klippe wurde Lothar Fischer vermutlich deshalb nicht verhäng­nisvoll, weil er eine ursprüngliche Vorstellung mitbringt, wie dem überlieferten monu­mentalen Anspruch der Plastik zu entkommen sei. Und er hat Begabung genug, solchen eigenen Intentionen Nachdruck zu verschaffen. Es wäre gewiß falsch, ihn für die Zu­kunft abgrenzen zu wollen (außerdem würde er sich kaum darum kümmern). Aber es mag erlaubt sein, den bisher Figur gewordenen Impuls zu konstatieren. Fischer ist kein nur unverbindlich spielerisches Talent, wie man häufig annahm.« (Heinrich Mersmann)
Auszug aus dem Protokoll
Vorbemerkung: Zwischen der zeichnerischen Produktion aus den letzten Jahren und den unter LSD-Einwirkung entstandenen Blättern bestehen nur wenige
Gemeinsamkeiten. Autonome Grafiken hat Fischer nur während seiner Zuge­hörigkeit zur Gruppe Spur erarbeitet. In letzter Zeit beschränkte er sich auf ‘Bildhauer-Zeichnungen’; grafische Notizen, um Gedanken zu einzelnen Skulp­turen festzuhalten. Auf seinem ersten Blatt während des Versuchs setzt er zu solchen Skizzierungen an. Die Kontur (links oben) wird zitiert, um damit wei­tere Ideen hervorzurufen. Aber schon bei der dritten Figur versagt die Fähig­keit zum auch nur skizzenhaften Umriß: es entsteht lediglich ein Relikt, das aber zugleich einen neuen Ansatz bietet.
14.30 Seit einer halben Stunde zeigt der Proband ein deutlich ausgeprägtes Rausch- bild (zweites bis drittes Rauschstadium), ohne stärkere Schwankungen im Ver­lauf. Er verfolgt die sich anbietenden Phänomene ohne jede Beängstigung. Sein Interesse gilt primär den optischen Erscheinungen, z. B. Farbveränderungen:
»Auf einmal sehe ich eine Ornamentierung in dem Teppich, die ist in Wirk­lichkeit überhaupt nicht da - ich sehe das Ornament nicht in Form eines Musters wie bei Perserteppichen, sondern geometrisch. Das Rot wird jetzt dunkler, fast pulsierend. Je stärker man sich darauf konzentriert, desto farbiger wird es; wenn man abschweift, verschwindet die Farbigkeit. - Das FIolz wird ganz orange. Die Farben sind unheimlich intensiviert, vor allem Blau und Rot. Licht im Raum wirkt wie ein lila Schleier. Es gefällt mir sehr gut, sehr schön das alles! Die Ornamentik des Teppichs sieht aus wie eine Plastik, die sich bewegt und einen Schleier hinter sich herzieht. Das Flelle ist jetzt noch viel heller und das Dunkle schwarz. Ganz feine Ornamente in leuchtenden Regenbogenfarben — alles orientalisch. - Sehr kostbare Webstrukturen, rot durchleuchtet, mit glühen­den Rändern. Jede Facette dieser Struktur ist wieder in sich verzerrt. Das ändert sich aber ständig: Wenn man anfängt, es zu beschreiben, geht es schon wieder in etwas anderes über. Die Facetten weichen trichterförmig zurück. Wenn man die Augen schließt, ist es viel wilder und leuchtender, schillernder, glühen­der! — Vorhin sah ich eine Kugel, wie mit Fdaut überzogen — jetzt ist sie aus Glas, ganz durchsichtig, wie ein Aquarium. Alles atmet. - Die Diskrepanz zwi­schen dem, was man sieht, und dem, was man macht, ist ungeheuer. Auch was von einem Kaleidoskop projiziert wird, könnte man nicht nachzeichnen. (Blatt 4-7) Das Zeichnen bekommt eine neue Bedeutung. (Er registriert die Sinnlich­keit seiner Material-Empfindung:) Das Gefühl, wie über Moos zu streichen — die Linie ist ein einziges Gefühl des Darüber-Fdinstreichens. Sie ist keine Linie mehr, sondern nur noch Bewegung, der ich wie aus einem Trieb folge.«
14.50 Es entstehen gleichsam erotische Zeichen, an Weibliches erinnernd, zunächst nur schwach angedeutet, dann eindeutig.
»Es bleibt eigentlich recht kühl . . . geistig, psychisch, es hat überhaupt nicht die Tendenz von etwas Befriedigendem. Ein permanenter Zustand - sehr schön und sehr ästhetisch . . ., so daß man denkt, das ist ein Land, wo ich gerne wieder einmal sein möchte.«
15-00 »Versuche die Linie als Schatten zu verwenden, wie in meinen Bildhauerzeich­nungen. Vorhin gelang mir das nicht mehr, jetzt kann ich es wieder. Aber diese Schattierung hat nichts von ihrer eigentlichen Bedeutung, denn in dem Moment, wo ich ansetze, verhüllt sie sich hinter dem ganzen Orient mit seinem Putz, und auch das Lebendige, Doppelbödige der Form läßt sich nicht festhalten. (Proband glaubt in seiner Ratlosigkeit, er fände nicht die rechten Mittel:) Es ist mir nicht möglich, die Linie zu einer Konstruktion zu verwenden. Alle Linien hier haben ihr eigenes Leben, jeder Punkt hat sein eigenes Wesen. (Blatt 8) In nüchternem Zustand benutze ich die Linie zur Beschreibung, aber das ist mein Problem als Bildhauer. Jetzt macht das Zeichnen als selbständiger Prozeß Spaß. (Hartmann versucht, dem Probanden seine Hemmungen zu nehmen; nicht um ‘Beschreibung’ gehe es, sondern darum, sich dem - psychoautomatisch bewegten - Zeichenduk­tus zu überlassen. Es entsteht Blatt 9.) Jetzt ist’s, als ob ich im nüchternen Zu­stand Figuren zeichnen würde - ganz logisch, schnell und sicher. Schön, daß da zwischen Linien das Plastische noch reichlich durchkommt. Ich hab’ das Ge­fühl, daß ich nüchterner werde, wenn ich mich auf das Zeichnen konzentriere. Aber wenn ich mich den inneren Bildern aussetze, vergeß ich das Zeichnen.«
15.20 »Ja, das ist schön. So eine Linie trägt die Verantwortung für sich selbst. Das ist wie eine Radierung, auf der man einen Strich ganz ohne Gefühl machen kann, der dann allein durch die Ätzung schön und gefühlvoll wird. Der Strich kann sich so verselbständigen, daß er mich führt . . . Und dann kann ich mit der Linie natürlich noch beschreiben. Ich nehme jetzt absichtlich die Linien als Darstel­lungsmittel ... - die Linie wird mißbraucht! (Stöhnt) Die ganze Bewegung, das ganze Atmen, das alles kann man einfangen. Das ganze Blatt wird ein Strich. Jetzt wird mir ganz klar, daß man nicht darstellen, sondern nur dem Zwang folgen kann.«
7.u Blatt 8 und 9 nach dem Versuch
»Auf den Blättern sind viele Konstruktionen, die ich normalerweise auch mache, aber hier sind sie eigenartig unrhythmisch. An der Seite habe ich das Stoffliche des Papiers gefühlt, es war verletzlich wie Haut. Da habe ich Punkte darauf­gesetzt, um das Fühlbare noch zu verdeutlichen. Und so habe ich gespürt, daß das Stoffliche nicht allein von der Figur ausgeht, die Sinnlichkeit nicht nur vom Sujet, sondern auch vom Papier. Ansonsten sehe ich das Blatt jetzt als Konglo­merat von halbbewußten, tastenden Versuchen, halb ist’s eine Darstellung, halb ein Nachgeben.«
15.30 Beginnt Blatt 10: »Das Zeichnen geht gut. Ich bin jetzt unabhängig davon, ob ich etwas darstelle oder nicht. Die Figuren kommen schon 'raus. Es ist, als ob jemand die Hand führte: von rechts oben nach links unten; eine Gegenbewe­gung ist kaum möglich. - Das ist ja toll. Da sitzt einer in der Hand drin. (Die folgende Serie - ab Blatt 11- veranschaulicht, wie jede Linie in dieselbe Rich­tung abgleitet, entsprechend dem beschriebenen ‘Zwang’ in der Hand, der immer die gleiche Bewegung ausführen ließ.) Hatte ich bei den ersten Zeichnungen noch ein wenig das Gefühl, ‘blau’ zu sein, so einer gewissen Heiterkeit, so habe ich jetzt das Empfinden, daß meine künstlerische Tätigkeit überhaupt nicht mehr aufgesetzt ist, daß die Zeichnung ganz einfach in mir drin ist. Gott sei Dank spüre ich nicht das ekelhafte Abgedunkeltsein des Alkoholrausches, sondern sogar das seltsame Lustgefühl eines fieberartigen Zustandes; so, als wäre ich an einen Stromkreis angeschlossen. Aber ich bin nicht als Künstler irgendwie an dem Geschehen beteiligt, die Blätter macht meine Hand selbständig.« (Er schaut sich selbst zu und versucht, die einzelnen Phasen zu kontrollieren. Langsam setzt er die Feder auf - und schon gleitet sie in die untere Ecke.)
Nach dem Versuch rekonstruiert er die Phasen des Automatismus:
»Das hat sich ganz eigenartig eingeschlichen. Mir ist es schon als seltsam auf­gefallen, daß ich die Zeichnung automatisch von rechts oben nach links unten angelegt habe. Ich dachte mir, die Figur liegt halt so da, das würde ich wohl auch im nüchternen Zustand so machen. Das Oberteil lag aber doch ein bißdien zu niedrig und quer. Am Anfang konnte ich mich auf der rechten Seite noch behaupten. Man sieht doch deutlich die Ansätze von einem Halsabschnitt und den Armen. Von da ab hatte sich diese ‘Strömung nach der linken Seite’ mani­festiert. Seitdem floß jede Linie wie von selbst. Ich habe dann versucht, noch einen Arm zu zeichnen, aber der sieht jetzt aus wie ein Fuß. Gegen den Strom war nichts auszurichten. Die Linien, die rechts in die Figur hineinfließen, haben mit dieser nichts zu tun; die habe ich nur ‘abstrakt’ daneben gesetzt. Wenn ich eine Linie wie die in der Mittelachse unten beschreiben sollte, müßte ich sie als selbständig ansehen, wie eine Pfauenfeder oder ein Haar. (Zur linken Bild­hälfte:) Das ist eine ganz freie Zeichnung, ein Versuch, an dem ich meine Sensi­bilität getestet habe. Das fühlte sich sehr eigenartig an. Ich empfand das Blatt jetzt mehr körperhaft, wie ein sanftes Polster, in das die Linie gleich einer dunklen lila Glut eingebettet war.«1
16.00 Dieser Duktus hielt auch bei Blatt 14 an. Plötzlich trat die Linie aus dem Papier heraus. Fischer machte mehrmals die Probe aufs Exempel, indem er das Blatt mit der Hand nach oben drückte. Dann suchte er zu erproben, ob jener Duktus vielleicht aus einer bestimmten Körperhaltung heraus entstand oder von ihr beeinflußt wurde. Er legte das Blatt auf dem Boden, aber der vorherige Duktus stellte sich nicht ein: »Das Blatt am Boden erscheint mir wie ein großer weißer Berg mit weichen Kuppen, die durch die plastische Wölbung illustriert werden. (Er versucht, durch Schraffieren dem Gefühl des Plastischen nachzuge­hen, die Wölbung mit Linien zu umgittern.) Man kann jetzt verstehen, daß die Orientalen von rechts nach links schreiben, die haben doch einen guten Instinkt für das Körpergegebene. Vor allem merkte ich es, als ich selbst schreiben wollte. Es wird viel zu wenig bedacht, wie man zum Blatt steht: von vorn, von der Seite oder von oben. (Inzwischen hat er einen Malblock auf dem Boden leicht angeschrägt und zeichnet kniend.) Je mehr ich ins Zeichnen ’reinkomme, desto deutlicher wird auch wieder der Zug nach links. (Blatt 15) Es bereitet mir ein angenehmes Gefühl, der Strömung nachzugeben. Ich denke an eine Pieta oder einen Reiter . . . (zu Blatt 16:) oder an etwas Landschaftliches — das läßt sich aber nicht durchhalten, dadurch wird es künstlich. (Zu Blatt 17 und 18:) Laß es lieber sausen, es wird dadurch spannungsreicher, dynamischer.« (Er schweigt, ist versunken, zeichnet Blatt 19.)



Nach dem Versuch zu diesem Blatt: »Da war ich sehr durcheinander. Ich wollte das ‘stoppelige’ Gefühl ausdrücken, das Sinnliche. Interessant ist, wie sich der Strich löst und etwas anderes daraus wird. Links oben - das sind diese Stop­peln. (Zu sehen ist ein ganz automatischer Pinselschlag, dem sich keine Bedeu­tung abgewinnen läßt.) Im unteren Teil wurde es ganz sinnlich, es machte Spaß, dem sinnlichen Material nachzugeben.«
16.30 Er zeichnet Blatt 22 und 23. »Das wird sehr schön. Es ist, als ob ein fester Gegenstand von einem festen Punkt aus ins Fliegen kommt - losgelöst endlich vom Boden -, das ist ein wichtiges Blatt! (Zu Blatt 25:) Ein paar gegenständliche Assoziationen haben genügt, ein Gegengewicht, ein Gegenmotiv hereinzubrin­gen. (Zu Blatt 2j:) Ich wollte eine Figur zeichnen, aber sofort war die Linie wieder verselbständigt. Jetzt ist daraus eine mit lauter Plastiktüchern verhüllte Figur geworden - vom Winde aufgebläht - unten eine Landschaft - ich weiß nicht, ob Sie das erkennen? (Zu Blatt 30:) Ich bin jetzt so empfindlich, daß ich das Schwarz nicht als Schattierung anwende, sondern als Ornament, eine Art Samen. Aber man kann das nur so zeichnen, wenn man in diesem Zustand ist.«
17.00 Blatt 32: »Jetzt mache ich etwas gegen diesen Zustand, aber warum soll ich eigentlich? Es macht Spaß, aus den schon vorhandenen Linien etwas zu machen; links fehlt noch der Körper - ich muß eben Figuren machen, zu denen man noch etwas hinzuerfinden kann, das dann paßt.«



Beispiele aus den Zeichnungen 1-32 unter LSD gemalt
Nach dem Versuch: »Zuerst wollte ich auf dem Blatt nur einen Arm zeichnen. Aber das, was ein Arm sein sollte, hat sich auf einmal als zu einem Tier gehörig herausgestellt. Schließlich wurden es lauter Schuppen.«
Zusammenfassung
Zu beobachten sind eine positive Einstellung zum Versuch und ein bald voll ausge­prägtes Rauschbild mit hauptsächlich optischen Wahrnehmungsveränderungen wie illusionären und halluzinativen Verkennungen. Zugleich mit dem Malprozeß beginnt eine Veränderung des grafischen Ausdrucks. In der Folge entsteht eine Serie von Zeich­nungen mit permanenter Linienführung von rechts oben nach links unten, von zwang­artigem Charakter.
Aber nur während des Zeichnens ist Fischer absorbiert und unfähig, Angaben zu dem zu machen, was er erlebt. Zeichnet er nicht, wirkt er innerlich ruhig, gibt klare Ant­worten und ist bereit, sich auf die fremdartigen Erlebnisse einzustellen. Nach etwa einer Stunde lockert sich das Zwanghafte des Zeichenduktus, der sich dadurch modu­lieren kann. Zwar gibt er dem Blatt immer noch als bestimmendes rhythmisches Ele­ment ein parallel strukturiertes Gerüst, aber in dieses lagern sich die unterschiedlichsten Bildinhalte. Während der ganzen Hauptphase stellt sich das Erleben unmittelbar im Malakt dar, später wird beides voneinander unabhängig und kann sich wechselseitig beeinflussen.
Zu meinem LSD-Versuch, drei Tage danach (Lothar Fischer)
»Positiv und ein gewisser Gewinn war - neben dem Lustgefühl beim Zeichnen und Assoziieren — die Entdeckung einer eindeutigen Bewegungsrichtung der dynamischen Struktur, die sich bei meinen besseren Zeichnungen (vor dem LSD-trip) auch feststellen läßt. Im allgemeinen zeichne ich nur, um plastische Ideen und Vorstellungen zu notie­ren, aber durch das Zeichnen unter LSD wurde ich dazu angeregt, wieder Blätter mit selbständigem Charakter zu zeichnen (keine Skizzen von Plastiken!), wobei mir das wiederentdeckte Moment des Assoziierens zugute kommt.
Schön und phantastisch war zwar das Gesehene, es war durchaus beeindruckend, aber eben nur so, als hätte ich einen Farbfilm über den Orient gesehen; es war eine Exotik, die mir vorgegaukelt wurde und die mich im Grunde nichts angeht. Ich ver­spüre keine Lust, einen solchen Zustand wieder herbeirufen zu wollen. Ich empfand die Optik und das Tun zwanghaft, beinahe krankhaft, ich spürte die Künstlichkeit der Wirkung einer Droge!
Ich möchte lieber im nüchternen Zustand, aus eigener Entscheidungsfreiheit heraus zu einem selbstverständlichen Arbeiten kommen. In diesem Sinne eine Spur hier
von Not­wendigkeit zu empfinden, wäre ein viel größerer Gewinn für mich, als dem manischen Drang der Hand im LSD-Zustand dumpf zu folgen.
Ich betrachte die Droge absolut als eine Art ‘Krücke’, und sie wirkt sich besonders gefährlich für jemanden aus, der mit der ‘Wirklichkeit’ unzufrieden ist und daraus fliehen möchte, ganz abgesehen von der Gefahr, daß Berichten zufolge das LSD nach oftmaligem Einnehmen an der eigenen Substanz zehrt und mit der Zeit eine innere Leere hervorruft.«
Rückblick auf meinen LSD-trip (Lothar Fischer)
»Es war schön und interessant. Ich habe aber festgestellt, daß das, was man sieht, nichts
mit dem zu tun hat, was man in diesem Zustand zeichnet. Das Gesehene ist nicht darstell­bar! Die Optik ist erstaunlich, die Dinge werden intensiv farbig und ‘atmen’. Manchmal werden sie von einem irisierend gemusterten Schleier überzogen, und manchmal entste­hen farbige räumliche Gitter über den Gegenständen. Die Farben und Muster haben orientalische Pracht. Man hat deutlich das Gefühl, daß der Zustand, in dem man sich befindet, etwas Fieberhaftes hat - aber nicht das Nervös-Kribbelige des Fiebers, son­dern etwas beinahe wohlig Glühendes. Obwohl ich mich in diesem LSD-Zustand gelöst gefühlt habe, spürte ich doch eine gewisse Dumpfheit in den Gliedern, die mir gar nicht so angenehm war. Ich empfand deutlich, daß mir die Droge beim Zeichnen die Hand führte.
Als sich nach ein paar Stunden die Optik der Umgebung - wahrscheinlich durch die Konzentration aufs Zeichnen - normalisierte, spürte ich nur noch den Drang zum Zeich­nen. Das Körpergefühl und der Drang in der Hand, von rechts nach links zu zeichnen, blieben noch lange erhalten. Ich konnte kaum mehr aufhören zu zeichnen. Das Schönste dabei war das Gefühl, wie ich die Linie und das Papier als ein ungemein Sinnliches emp­fand, wie sich die Linie je langsamer, desto lustvoller ins Papier senkte. Diese Verlang­samung geschah durch bewußtes Behaupten von figuralen Elementen, die ich dem zwang­haften Strom aufdrängte, was mir vor allem in jener Phase gelang und Lust bereitete, in der die Wirkung des Rausches abklang - ca. zwei Stunden vor dem Nüchternwerden. Ohne Aufbietung des Willens verlief das Zeichnen immer in der gleichen Richtung. Wie ein Magnet zog es die Hand quer über das Blatt nach links, und häufig auch relativ schnell, so daß das Angenehme des Zeichengefühls bald wieder verschwand; es überwog dann wieder der Zwang, eine Art Manie. Ich mußte zeichnen, Stunden um Stunden.
i$23 in Sonderborg (Dänemark) geboren. Erster Unterricht bei seinem Vater, der von Beruf azzmusiker war und in der Freizeit zeichnete, j39-41 kaufmännische Lehre. 1941-42 Haft im Gestapo-Gefäng­nis Hamburg. 1942-43 Kaufmann in Ruß­land. 1946 Studien im Atelier des Ham­burger Malers E. Becker-Carus. 1943-49 Besuch der Landeskunstschule Hamburg. 1931-33 Studienreisen nach Italien und Paris. Heute Professor in Stuttgart.

Einführung
Bis zum sogenannten ‘Schwarzen Freitag’ des Pariser Kunstmarktes dominierte in den fünfziger Jahren die ‘Action painting’ in den Kunst-Zentren und -Institutionen der westlichen Welt. Die marktorientierte zeitweilige Überinterpretation formal-ästheti­scher Phänomene stand einer präzisen Strukturanalyse im Wege.1 Aus dieser ‘Baisse’ gingen einige Künstler ungebrochen hervor, deren Arbeiten sich nicht gleichsetzen ließen mit der von Kritikern und Händlern gepriesenen Aktie. K. H. Sonderborg gehört zu jenen Künstlern: Er wurde von der modischen Welle nicht hoch- und von deren Zu­sammenbruch nicht weggespült; er war niemals ‘Wortführer’, und er hatte keinen Grund, zu widerrufen. Seine bildlichen Darstellungen wurden nicht ideologisch strapa­ziert, seine Bild-Interpretationen decken sich realistisch mit dem Dargestellten.
». . . Während des Malens wird ein Höchstmaß an Wachheit und Konzentration er­reicht, das mich andererseits nicht an einer gleichzeitig bestehenden, kontemplativen Ruhe und Übersicht hindert. Große Ruhe und hohe Geschwindigkeit sind Pole, zwi­schen welche mein Leben gespannt ist: scharfe Aktion und passive Bereitschaft für das Nochzuentdeckende, Bewegung und Ruhe verschmelzen im Vollzug der Malerei und einem Instinkt. Es liegt mir daran, daß sichtbar ist: die Schönheit und Rhythmik unserer technischen Umwelt und der Schlag des menschlichen Herzens . . .« (K. H. Sonderborg)
Aus dem Protokoll
18.05 Einnahme des LSD.
18.30 Vegetative Beschwerden. »Leichtigkeit in den Gliedern, als schwebte ich. Ich
habe keine Lust zum Arbeiten. Einerseits fühle ich mich benommen und übel, andererseits bin ich sehr heiter und könnte über alles lachen.« (Schüttelt sich vor Lachen.)
20.35 »Alles wird viel stärker. Ich sehe und empfinde die Umwelt intensiver, sie wirkt aber auch stärker auf mich ein. Ich spüre alle meine Organe. Wenn ich etwas berühre, ist es, als gehöre mir mein Arm nicht. - In dieser Verfassung etwas zu malen, wäre furchtbar. - Alles ist so wunderlich: ich weiß, daß ich hier bin und an diesem Versuch teilnehme, habe aber trotzdem das Gefühl, daß mich ein anderer bestimmt. — Die gesamte Umwelt ist wie aus Wachs. - Nein, Ihr Gesicht, diese Ohren!« (Lacht sehr herzlich und lange.)
20.50 Proband steht auf und geht unruhig durchs Zimmer. »Soll ich etwas zeichnen? Ja, ich werde. (Betrachtet konzentriert das Blatt Papier. Nach längerem Zögern nimmt er plötzlich den Pinsel und schlägt ihn gegen das Blatt. Blickt erstaunt auf, lacht.) Nein sowas, ist denn das von mir? Jetzt wird die Zeichnung riesig­groß - und jetzt ist sie so klein, daß ich sie gar nicht mehr sehe. Und diese Sprit­zer und Punkte verändern sich in herrlichen Farben! Ich bin mir natürlich dar­über im klaren, daß das nichts, gar nichts ist. - Aber es ist ein wunderbares Medi­tationsobjekt. Da drin kann ich alles sehen, was ich will. Noch einen Strich hin­zuzufügen, wäre völlig sinnlos. In diesem Zustand bleibt alles Zufall. (Blickt intensiv auf das Bild, lacht:) Jetzt wird es rot. Nicht nur die Größe verändert sich, sondern auch das Motiv. Jetzt ist’s ein Tier; jede Sekunde wird es ein ande­res Wesen, ich kann es gar nicht so schnell beschreiben. (Blatt 1) . . . Dabei sehe ich diese eigenartigen Dinge mit äußerster Klarheit, Deutlichkeit und Schönheit, wie unter einem riesigen Vergrößerungsglas. Die Konturen sind übermäßig scharf. Ihr Gesicht hat eine herrliche Plastizität; wenn es nur nicht so entgleisen würde . . . Sie sind so klein. Wie groß sind Sie überhaupt?«
21.25 Etwas entsetzt: »Was ist denn das - Blut? (Geht ganz nahe an rote Punkte heran und tastet diese ab.) Ich bin jetzt erschrocken, aber das hat doch wirklich die Farbe von Blut.« (Geht unruhig auf und ab.)
21.30 Betrachtet eine Reihe von selbstaufgenommenen Fotografien, auf denen Gestänge von Fabriken, Telegrafenleitungen und andere Leitungsanlagen abgebildet sind: »Ist das nicht großartig? Ich nehme das als Modell für meine Zeichnungen, ich muß das noch verarbeiten. - Jetzt würde ich einen Fotoapparat brauchen, noch besser eine Kamera. (Lacht auf, als ob er seiner eigenen Illusion auf den Leim gegangen wäre:) Nein, nichts kann man machen, nichts kann man festhalten von dieser phantastischen Welt. - Also bin ich die Kamera!«
21.40 »Toll, diese Gleichzeitigkeit: ich bin hier und dort zugleich. (Deutet in die Ecke des Zimmers.) Ich habe das Gefühl, das alles schon mal erlebt zu haben. Das war da­mals im Hafen, wo ich mit meinem Freund so herumgesponnen habe. - Ich habe das schon mal genauso gesehen: da war ich noch ein ganz kleines Kind und hatte sehr hohes Fieber; der Unterschied war nur, daß es mir damals nicht bewußt wurde.«



21.50 »Ich werde malen!« (Steht auf, betrachtet konzentriert sein Bild, geht einige Male im Zimmer auf und ab, betrachtet wieder das Bild, nimmt einen Pinsel, blickt erneut konzentriert auf das Blatt, legt den Pinsel wieder weg, setzt sich hin und
  1. 2016/01/12(火) 13:45:20|
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  1. 2016/01/19(火) 15:45:56 |
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Physician Assistant Profession

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  1. 2016/01/20(水) 08:41:45 |
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  3. Quality articles or reviews is the important to be a focus for the users to visit the web site, tha #-
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It's remarkable for me to havee a web page, which is helpful for my experience.
thanks admin
  1. 2016/01/20(水) 11:27:24 |
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  3. debt solutions #-
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I’m not that much of a internet reader to be honest but
your blogs really nice, keep it up! I'll go ahead and bookmark your site to come back later on. Cheers
  1. 2016/01/21(木) 17:48:14 |
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I am hoping to see the same high-grade content by you later on as well.
In truth, your creative writing abilities
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  3. new florida home communities #-
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I really just like the sensible coach function included without spending a
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is each intuitive and motivational!
  1. 2016/01/23(土) 16:50:46 |
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  3. under counter wine cabinet #-
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It is the best time to make a few plans for the longer term and it is
time to be happy. I have learn this post and if I may just I want to counsel
you some attention-grabbing issues or tips. Perhaps you could
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  1. 2016/01/24(日) 03:04:09 |
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  3. download instagram google play #-
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Hmm it looks like your blog ate my first comment (it was super long) so
I guess I'll just sum it up what I wrote and say, I'm thoroughly enjoying your blog.
I too am an aspiring blog writer but I'm still new to everything.
Do you have any recommendations for newbie blog writers? I'd
definitely appreciate it.
  1. 2016/01/26(火) 13:37:01 |
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  3. m88 #-
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Hey there! I've been reading your weblog for some time now and finally got the courage to go ahead and give you
a shout out from Austin Tx! Just wanted to say keep up the good work!
  1. 2016/01/27(水) 07:11:31 |
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  3. cute comforters #-
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and sources back to your weblog? My website is in the
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so I came to take a look. I'm definitely enjoying the information. I'm bookmarking and will be tweeting
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  1. 2016/01/31(日) 10:20:44 |
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Just like you, it wants to be maintained appropriately.
You want to investigation what you can do to lose
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If some one desires expert view concerning running a blog afterward i suggest him/her to visit
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  1. 2016/02/01(月) 20:35:25 |
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Link exchange is nothing else but it is simply placing the other person's weblog link on your page at proper place and other person will also do same in favor of you.
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  1. 2016/06/08(水) 01:47:30 |
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  1. 2016/10/05(水) 16:57:38 |
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  1. 2017/02/12(日) 17:37:52 |
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  1. 2017/02/14(火) 23:31:30 |
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